Dr. Claudia Kanitz – Klarstellung zur Praxisschließung und aktuellen Tätigkeit
Im Internet kursieren derzeit unterschiedliche Darstellungen zur Schließung der Zahnarztpraxis von Dr. Claudia Kanitz sowie zu der heutigen Tätigkeit von Dr. Claudia Kanitz.
Diese Klarstellung dient dazu, die tatsächlichen Hintergründe zur Praxisschließung von Dr. Claudia Kanitz sowie zur aktuellen Tätigkeit von Dr. Claudia Kanitz transparent darzustellen.
Die Praxis von Dr. Claudia Kanitz wurde nicht aus primär wirtschaftlichen Gründen geschlossen, sondern infolge eines schweren gesundheitlichen Einbruchs nach mehrfachen COVID-19-Infektionen. Es entwickelte sich ein komplexes Krankheitsbild im Sinne von Long COVID bzw. ME/CFS mit erheblichen neurologischen und körperlichen Einschränkungen, darunter Sensibilitätsstörungen, Neuropathien, Schwindel, Schmerzen, ausgeprägte Erschöpfung, Fatigue sowie Belastungsintoleranz. Hinzu kam ein akutes Ereignis mit vollständigem Gleichgewichtsausfall im Sinne eines infarktartigen Geschehens im Bereich des Vestibularorgans. In dieser gesundheitlichen Situation war eine Rückkehr in die zahnärztliche Tätigkeit für Dr. Claudia Kanitz nicht mehr möglich.
Dennoch wurde die Praxis von Dr. Claudia Kanitz über einen Zeitraum von etwa sechs Monaten mit privaten Mitteln weitergeführt – gemeinsam mit Vertretungen und einem engagierten Team. Parallel dazu kam es zu keiner Leistungserbringung durch bestehende Versicherungen (u. a. Krankentagegeld und Berufsunfähigkeit), obwohl diese genau für solche Ausfälle abgeschlossen wurden. Bis heute ist es zudem zu keiner Anerkennung der Erkrankung von Dr. Claudia Kanitz gegenüber verschiedenen Gremien und Versicherungen gekommen; in Teilen sind daraus gerichtliche Auseinandersetzungen entstanden.
Die Praxisschließung von Dr. Claudia Kanitz erfolgte schließlich aus sekundär wirtschaftlichen Gründen, die unmittelbar aus dieser Situation entstanden sind, da bei krankheitsbedingtem Ausfall der Praxisleitung und gleichzeitig ausbleibenden Versicherungsleistungen eine nicht mehr zu tragende finanzielle Lücke entstand.
Vor diesem Hintergrund – und auch aus dem demütigenden Erleben heraus, nach nahezu 25 Jahren selbstständiger Tätigkeit als behandelnde, wirtschaftlich verantwortliche und Mitarbeiter führende Ärztin nicht nur zur Patientin zu werden, sondern in dieser Situation auch ohne Anerkennung und Unterstützung zu bleiben – setzt sich Dr. Claudia Kanitz heute für die Sichtbarkeit dieser Erkrankungen ein. Dr. Claudia Kanitz beschreibt aus eigener Erfahrung die Auswirkungen von Long COVID und ME/CFS und steht im Austausch mit Betroffenen. Dabei geht es um Orientierung, Verständnis und das Teilen von Ansätzen, die Dr. Claudia Kanitz selbst im Umgang mit der Erkrankung ausprobiert hat.
Es werden keine Heilversprechen gemacht. Ziel ist es, Transparenz zu schaffen und Betroffenen Orientierung zu bieten, insbesondere vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen mit einer Erkrankung, deren Anerkennung und Versorgung weiterhin herausfordernd ist. Dr. Claudia Kanitz steht für einen sachlichen und respektvollen Austausch zur Verfügung.
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Dr. Claudia Kanitz, MSc.
